Straße aus Asphalt

Material

Balsaholz
Farben (Abtönfarben)
Weißer Gelroller (1 mm oder dünner)
Schwarzer Stift (1 mm oder dünner)
Lineal mit Tuschekante
Feiner Sand (z.B. aus dem Tierzubehör)
Weissleim
Werkzeug (Schleifpapier 120K, Cuttermesser, Pinsel, Schwamm)

Neben dem Grün der Grasflächen sind die Straßen, die sich durch die Landschaft schlängeln, eine recht große und markante Fläche auf einer Modelleisenbahn. Die zu kaufenden Produkte gefallen mir persönlich nicht, weshalb ich nach einem Weg gesucht habe, kostengünstig und zugleich der Realität nah kommende Straßen selbst zu bauen. Meine Art des Bauens, möchte ich euch hier vorstellen.

Es beginnt mit dem Festlegen des Straßenverlaufs. Ist dieser ermittelt, schneide ich aus Papier den Verlauf zu. Wenn ich damit zufrieden bin, übertrage ich es auf 1,5 mm starkes Balsaholz, welches ich dann mit Weißleim auf meine Anlage klebe. Wenn alles fest und getrocknet ist, spachtel ich Übergänge mit Holzspachtel zu und schleife diese und auch die ganze restliche Fläche mit sehr feinem Schleifpapier glatt. Nun mische ich mir ein sehr dunkles grau, fast schwarz an und streiche die komplette Straße damit an. Dies ist die Grundlage des Asphalts. Als nächsten Schritt mische ich ein sehr helles grau an. Nun nehme ich einem gewöhnlichen Haushaltsschwamm. Diesen binde ich mit Bindfaden zusammen, so dass die weiche, feinporige Fläche eine Halbkugel ergibt. Die Idee dahinter ist, dass es bei dem nächsten Arbeitsschritt keine harten Kanten beim Auftragen der Farbe gibt. Die Halbkugel tunke ich nun in das Hellgrau und tupfe es dann auf einem Küchenpapier ab, bis fast alle Farbe wieder abgegeben wurde. So wie man es auch beim Patinieren macht. Dann tupfe ich sanft auf die dunkle Fläche und hinterlasse jedes mal kleine, feine hellgraue Tupfer. Dies wiederhole ich so oft, bis ich ein stimmiges Ergebnis habe. Aber vorsicht, nicht zu viel Farbe nehmen und Zeit nehmen, ansonsten wirkt es nicht. Mit Hilfe eines Gelrollers, funktioniert besser und schmirrt deutlich weniger als ein weißer Edding. Mit Hilfe eines Lineals (am besten mit Tuschekante) kann man nun wunderbar die Straßenmarkierungen aufbringen. Von Woodland Scenics gibt es zudem ein flexibles Lineal, dass man in jede beliebige Kurvenform biegen kann, das diese dann auch beibehält. Als Übergang zwischen Straße und Grasfläche nutze ich feinen Sand aus dem Tierhandel. Ich streue ein wenig Sand auf beiden Seiten der Straße entlang und klebe diesen dann mit Hilfe von einem Weißleim-Wasser-Spüli Gemisch fest. Hier solltet ihr darauf achten, dass sich kein Sand mehr auf der Straße befindet und dort festgeklebt wird. Sobald alles getrocknet ist, kann der Sand nach Belieben noch farblich behandelt werden. Da jede Straße Reparaturen aufweißt, bringe ich davon auch noch welche auf. Ich schneide in ein Blatt Papier kleine Rechtecke und nutze diese als Schablone. Einfach auf die Straße legen, schwarze Farbe sanft mit Pinsel auftupfen und Schablone dann entfernen, nicht warten bis die Farbe getrocknet ist, da es sonst festkleben kann. Dieses Rechteck rahme ich nun noch mit einem feinen, schwarzen Stift ein. Risse lassen sich damit auch ganz toll andeuten. Hier gilt, weniger ist mehr. Ich habe teilweise zuviele solcher Reparaturflecken aufgebracht, was mir persönlich dann nicht später mehr gefiel.

Eingerahmt in eine passende Landschaft, habt ihr so eine ansprechende und kostengünstige Straße geschaffen. Geht vor die Tür, guckt euch Fotos an, es gibt nichts was es nicht gibt. Straßen werden nicht alle auf einmal gebaut, so gibt es natürlich auch immer wieder Farbunterschiede, was man wunderbar aufgreifen kann. Und nun viel Spaß beim Nachbau.